„Wir sind Europa geworden“ – Artikel im Südhessen Morgen

LAMPERTHEIM. Jubel, Trubel, Heiterkeit bestimmten das Sommerfest der Lebenshilfe, dem Träger der Kindertagesstätte (Kita) Schwalbennest. Denn Sommerzeit ist Spiel- und Spaßzeit unter freiem Himmel. Und dafür hatten der organisierende Elternbeirat der Kita, Mitarbeiter der Einrichtungen wie auch der Frühförderstelle und der Lebenshilfeverein auf vielfältige Weise gesorgt.

Im Vordergrund des abwechslungsreichen Programms standen Aktionen rund um das Thema Europa. Die Kinder setzten mit Hilfe der Erzieherinnen das Motto kindgerecht um; sie schlüpften in landestypische Kleidung, trugen die Flaggen der Europa-Länder, spielten Szenen und sangen Kinderlieder. Auf diese Weise wurden die Kinder auch zu jungen Botschaftern in Sachen Europa und begeisterten mit ihrem Mitmachprogramm ihre Eltern und Großeltern.

Allerhand Grund zum Feiern hatten Kinder, Eltern und Betreuer der Kindertagesstätte Schwalbennest beim Sommerfest der Lebenshilfe. BILD: ROI

Allerhand Grund zum Feiern hatten Kinder, Eltern und Betreuer der Kindertagesstätte Schwalbennest beim Sommerfest der Lebenshilfe. BILD: ROI

Die Eltern der integrativen Kindertagesstätte steuerten außerdem ein lukullisches Verwöhnprogramm bei und zauberten ein abwechslungsreiches Buffet. Ein „Herzlich Willkommen“ schickte der Vorsitzende der Lebenshilfe Erich Thomas in die Runde der Gästeschar. Mit diesem Tag wollten die Veranstalter „ein bisschen Europa in die Saarstraße bringen“, kündigte Erich Thomas an und sagte: „Wir sind in den Jahren gewachsen und gewachsen, wir sind Europa geworden.“ In dieser Einrichtung wolle man etwas dazu tun, Migration schaffen, wie es mit modernen Worten ausgedrückt werde und so ebenfalls einen Beitrag zu Europa leisten.

Aber es gab auch einen zweiten Grund zu feiern. Nämlich Geburtstag, „weil das Schwalbennest seit 25 Jahren diesen Namen trägt“. Dieser habe die alte Bezeichnung „Sonderpädagogische Einrichtung“ abgelöst. Der Titel Schwalbennest dagegen sei richtungsweisend, denn in dieser Einrichtung seien alle wie in einer großen Familie betreut: Kinder mit Handicap und Regelkinder. Und schon ertönte die Europa-Hymne aus der Konserve und die Kita-Leiterin Pia Münch-Schmitz eröffnete das fröhliche Kinderprogramm.

Löwengruppe erobert Bühne

Nach einer kurzen Aufwärmphase der Kleinen, etwa durch Beinausschütteln und Hüftkreisen, eroberte die Löwengruppe die Naturbühne im Garten der Einrichtung. In ihrer putzig vorgetragenen Geschichte paddelte Paule Puhmann im Boot durch Europa, von Deutschland nach Russland und zurück. „Hab’ne Tante aus Schweden“, sangen sich die Mädchen und Jungen aus der Dino-Gruppe durch Europa. Denn später kam diese Verwandte aus Spanien oder Griechenland und immer passend hatten sich die kleinen Mimen die jeweilige Landesfahne auf die Kopfbedeckung gemalt. Und als die griechische Tante ins Spiel kam, tanzten zwei Kinder sogar den Volkstanz Sirtaki.

Mit dem Liedtext von Rolf Zuckowski nahm die Spatzengruppe die Zuschauer mit ins Europa-Kinderland: „Kleine Europäer rücken immer näher, immer näher aufeinander zu.“ Auf ein besonderes Projekt machte die Kita-Leiterin anschließend neugierig. Das Duo „Ri-Mi“ besang das Schwalbennest: „Wir sind anders als Ihr“. Später erfreuten die kleinen Ballerinas der Ballettschule Hagenmeyer die Feiernden. Schließlich wurden noch die Vorschulkinder verabschiedet.


Quelle: Südhessen Morgen, Lampertheim
Ausgabe vom 03.07.2012, Seite 16/17

„Ein Elefantenkind fürs Schwalbennest“ – Artikel im Südhessen Morgen

LAMPERTHEIM. Es gebe für die Lebenshilfe nie das Wort „nur“ bei einer Spende. „Wir achten nicht auf den Betrag, sondern freuen uns darüber“, betonte Erich Thomas, der Erste Vorsitzende der Lebenshilfe Lampertheim.

Anlass war die Spendenübergabe in Höhe von 100 Euro – ein Teil der Erlöse der bei der Vernissage verkauften Bilder des Lampertheimer Künstlers Jürgen Richter.

HLA_lebenshilfe_20120424130602.jpg Von links: Dorothea Becher von Kiwanis, Künstler Jürgen Richter,
Kiwanis-Gründer Hans-Georg Schumacher, Kita-Leiterin Pia Münch-Schmitz
und Lebenshilfe-Vorsitzender Erich Thomas.

Kiwanis engagiert sich

Vor kurzem hatte der Kiwanis-Club Ried zu dieser Ausstellung eingeladen, die zugleich Auftakt für die Veranstaltungsreihe „Kunst und Kiwanis“ war. „Die Vernissage ist sehr gut gelaufen, an dem Abend wurden drei Bilder verkauft“, resümierte Hans-Georg Schumacher, der Lampertheimer Gründer des Kiwanis-Clubs Ried. Die Spende solle der Beginn einer dauerhaften Verbindung mit der Lebenshilfe und der integrativen Kindertagesstätte Schwalbennest sein.

„Die Kita ist 37 Jahre alt“, gab Erich Thomas zu bedenken. Und deshalb sei die Einrichtung renovierungsbedürftig. Beispielsweise solle der Fußboden, der den Kindern vor allem als Spielfläche diene, erneuert und gedämmt werden. Das Geld werde also in die Bauvorhaben fließen. Die Vernissage sei eine tolle Idee von den Kiwanis-Mitgliedern gewesen, die neue Erfahrungen und guten Erfolg gebracht habe, sagte Jürgen Richter.

Doch der Aquarellist brachte noch eine weitere Überraschung mit. Er hatte ein trolliges Elefantenkind gemalt und gerahmt. Das Aquarell werde in der Kita ein schönes Plätzchen finden, freute sich Leiterin Pia Münch-Schmitz. Auch von Erich Thomas kam ein herzliches Dankeschön an den Künstler und an den Freundeskreis Kiwanis.

„Kunst kennt keine Behinderung“

Im Oktober werde der Kiwanis-Club eine Ausstellung in der Kita Schwalbennest organisieren, kündigte Schumacher an. Dann könnten sich die Kinder der Einrichtung als kleine Künstler betätigen.

„Kunst kennt keine Behinderung“, sagte Leiterin Münch-Schmitz über die Förderung der Kinder mit Handicap.

Quelle: Südhessen Morgen, Mittwoch, 25.04.2012

Ostersuche mit Hindernissen

Wie jedes Jahr hat der Osterhase (wenn auch leider nicht persönlich gesehen) die Körbchen für unsere Kinder im Garten versteckt. Während in den Gruppen noch gefrühstückt wurde, kam es vor dem Spatzenzimmer zu folgender Beobachtung: ein riesiger schwarzer Vogel (Rabe oder Krähe) flog mehrmals in räuberischer Absicht die versteckten Osternester an.

Das hatte zur Folge, dass sieben Eier und ein Schokohase in seinem Schnabel landeten. Diese deponierte er auf dem Dach der Beruflichen Schulen. Dieser dreiste Diebstahl sorgte für große Aufregung bei Groß und Klein und wird sicherlich als ungewöhnlichste Osternestsuche in Erinnerung bleiben, nach dem Motto „Der Vogel stahl dem Hasen die Schau und den Kindern die Eier“.